
Die US-Marine hat am 7. März 2026 offiziell die Operation ICE CAMP Boarfish gestartet, eine komplexe militärische und wissenschaftliche Mission im Beaufortmeer innerhalb des arktischen Polarkreises.
Die Operation begann nach dem Bau eines Lagers auf einer riesigen treibenden Eisscholle und der Ankunft von zwei schnellen Angriffs-U-Booten der US-Marine: USS Delaware (SSN-791) und USS Santa Fe (SSN-763).
Die Initiative ist auf drei Wochen angelegt und soll operative Fähigkeiten in der extremen arktischen Umgebung erforschen, testen und bewerten – eine Region, die aufgrund des Klimawandels und zunehmender maritimer Aktivitäten immer strategischer wird.
Operation vereint Militärkräfte und Wissenschaftler aus mehreren Ländern
Neben der US-Marine beteiligen sich auch zahlreiche internationale militärische und wissenschaftliche Organisationen an der Operation. Zu den Teilnehmern gehören:
- U.S. Marine Corps
- Air National Guard
- Royal Australian Navy
- Royal Canadian Navy
- Royal Canadian Air Force
- Französische Marine
- Royal Navy des Vereinigten Königreichs
- Norwegian Defence Research Institute
- Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology
Die Übung findet alle zwei Jahre statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Arctic Submarine Laboratory (ASL) durchgeführt. In dieser Ausgabe wurde das Training offiziell von einer Übung zu einer Operation aufgewertet, was die wachsende strategische Bedeutung der Arktis für die US-Marine widerspiegelt.
Laut Vizeadmiral Richard Seif, Kommandeur der US-U-Bootstreitkräfte, ist die militärische Präsenz in der Region entscheidend.
„Die Arktis ist eine kritische Region für die nationale Sicherheit und die globale Stabilität. ICE CAMP Boarfish ermöglicht es uns, unsere Fähigkeiten zu testen und zu verbessern, die Interoperabilität mit Verbündeten zu stärken und sicherzustellen, dass unsere U-Bootstreitkräfte in jeder Umgebung operieren können“, erklärte er.
Militärbasis auf beweglichem Eis errichtet
Das Ice Camp Boarfish dient als Kommandozentrum der Operation und wurde direkt auf einer treibenden Eisscholle im Arktischen Ozean errichtet. Der Standort umfasst:
- Unterkünfte für multinationale Teams
- ein Kommandozentrum
- Kommunikationsinfrastruktur
- logistische Unterstützungseinrichtungen
Die gesamte Basis driftet langsam mit dem Eis, was die operative Herausforderung zusätzlich erhöht.
Kapitän David Nichols, verantwortlich für die taktische Kontrolle der Mission, betonte die Komplexität des Projekts.
„Eine vollständig funktionsfähige Basis auf einer sich bewegenden Eisfläche zu errichten, ist eine enorme Herausforderung. Die Professionalität aller Beteiligten macht es möglich, diese kritische Mission zu erfüllen“, erklärte er.
Name der Operation ehrt historisches U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg
Das Lager trägt den Namen Boarfish zu Ehren der USS Boarfish (SS-327), eines U-Bootes der Balao-Klasse, das 1944 während des Zweiten Weltkriegs in Dienst gestellt wurde. Das Schiff erhielt einen Battle Star, nachdem es zwei japanische Schiffe im Südchinesischen Meer versenkt hatte.
1947 führte die Boarfish außerdem die historische Operation Blue Nose an, die erste Unterwassererkundung unter der arktischen Polkappe, bei der neue Sonartechnologien für die Navigation unter dem Eis getestet wurden.
Mehr als 60 Jahre U-Boot-Operationen in der Arktis
Unterwasseroperationen unter dem arktischen Eis haben in der US-Marine eine lange Tradition. Zu den historischen Meilensteinen gehören:
- 1958 – die USS Nautilus (SSN-571) führte die erste Unterwasserpassage unter dem Nordpol durch
- 1959 – die USS Skate (SSN-578) wurde das erste U-Boot, das durch das Eis am Nordpol auftauchte
Seitdem hat die US-U-Bootstreitkraft 99 solcher Operationen durchgeführt, wodurch ICE CAMP Boarfish die 100. Mission unter dem Eis in der Geschichte der Marine darstellt.
Arktis gewinnt globale strategische Bedeutung
Mit dem fortschreitenden Schmelzen des Meereises gewinnt die arktische Region zunehmend an Bedeutung für den Seehandel und die Erschließung natürlicher Ressourcen.
Dies erhöht die Möglichkeit neuer transozeanischer Schifffahrtsrouten und der Energieexploration und steigert zugleich das militärische Interesse mehrerer Großmächte.
In diesem Kontext gelten U-Boote weiterhin als das wichtigste strategische Instrument für Präsenz und Abschreckung im Unterwasserraum, dank ihrer Fähigkeit, unter extremen Bedingungen unentdeckt zu operieren.
Laut der US-Marine stellen diese Kräfte „die Speerspitze im Unterwasserdomänenbereich“ dar, die Überwachung, Abschreckung und Kampfkraft überall auf der Welt gewährleisten können – auch unter dem arktischen Eis.
+ China beschleunigt Einsatz für Airbus-A320-Rivalen: China Southern betreibt bereits 10 C919-Jets
Quelle und Bilder: Department of War. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
